Unvollendets Beiwerk
Der Anfang jener Geschichte die eine der Antriebsfedern für das erstellen dieser Welt war, weiter hab ich damals nicht geschrieben:
Ich mag kleine Dinge die heranwachsen und zu Grösseren werden,ich mag Anfänge, ich mag es wenn aus einem winzigen Funken ein riesiges Feuer entstehen kann.
Wenn wir uns aller Kunstfertigkeit entledigen , allen Bestrebens nach Perfektion entledigen ist es vielleict das was übrigbleibt was wir mögen was unser Herz anspricht.
Eine hitzige Schlacht tobte am Fusse des Yggdrasil Baumes, inmitten der mächtigen Wurzeln die aus dem Boden ragten, deren Durchmesser die Grösse eines ausgewachsenen Mannes übertraff und im Halbschatten seiner ausgedehnten Äste ragten die Gestalten der Kämpfenden hervor.
Riesen und Bestien waren umgeben von einfachen, im Vergleich winzig wirkenden, humanoiden Soldaten und jener besonderen Art von Kriegern, die trotz ihres unscheinbaren Körpers allein durch den Klang ihres Namens Angst und Schrecken im Herzen ihrer Feinde verbreiten können.
Der Lärm war Ohrenbetäubend, das Geräusch von Stahl und Aranidklingen die aufeinandertreffen,Schreie der Wut und des Schmerzes , das Brüllen von Bestien und das Splittern von Holz und Knochen. Inmitten dieses rasenden Alptraums aus Blut und Tod, inmitten von Gesichtern die sich zu Grimassen verzerrten, inmitten von Bewegungen
von solcher Schnelligkeit das ich ihnen mit dem Auge kaum zu folgen vermochte,klammerte ich mich verzweifelt an mein Leben. Ich wusste nicht sollte ich weinen, weil mich ein Splitter der verdammten Frucht ausser Gefecht gesetzt hatte bevor ich mich in Sicherheit bringen konnte oder mich darüber freuen das mir das verdammte Teil nicht auf dem Kopf gelandet war. Vielleicht nichts von beiden den in diesem Moment hatte ich sicher keine Zeit über solche Belanglosigkeiten nachzusinnen.
Gelbe Augen deren Pupillen zu schwarzen Schlitzen verengt waren hatten sich starr auf mich gerichtet und ein Maul mit grossen dolchartigen Eckzähen schnappte nach mir,
während ich verzweifelt davonlief. Die Bestie machte eine Satz und war neben mir, die Wurzel an der ich bisher entlang gelaufen war, war nun in meinem Rücken, ich sass in der Falle. Eine mächtigere Pranke rasste auf mich zu, ich sprang zur Seite und wo ich eben gestanden hatte klaffte nun ein riesiges Loch. War ich der ersten Pranke noch entkommen traff mich die zweite unvorbereitet, Krallen gruben tiefe Furchen in meinen Körper und trotz des Schmerzes hörte ich das Geräuch unzähliger Knochen die zerbrachen. Ich landete in der Lücke die die Tatze der Bestie gerissen , doch das bekam ich nur noch durch einen nebelhaften Schleier mit der sich über mein Bewusstsein gelegt hatte. Ich starb, ich spürte es, mit jedem Atemzug schien ich tiefer in einen endlosen Abgrund zu sinken und während ich mein Leben aufgab schloss sich das Gewebe der Wurzel um mich das sich mit übernatürlicher Geschwindigkeit regenerierte.Ich erfuhr nie wer die Schlacht gewann.
Ich lebte? oder war ich tot? Um mich herum war nur Dunkelheit und obwohl ich nicht genau spürte wo mein Körper begann und wo er aufhörte, vernahm ich deutlich das Rauschen des Blutes und Pochen des Herzschlags im Innern meines Kopfes. Wie im Halbschlaf schienen meine Gedanken dahinzukriechen , Erinnerung an das Sterben
blitzen in meinem Kopf aus und wie beiläufig musste ich plötzlich feststellen, dass ich nicht atmete, dennoch schien dieser Umstand meinem Befinden rein gar nichts auszumachen , ich erstickte nicht. Es war merkwürdig , ich konnte nichts tun als in einer körperlosen Finsternis zu warten und zu träumen, während ich den Geräuschen meines Selbst lauschte und so verlor ich bald jegliches Gefühl für die Zeit.
Waren es Stunden , Tage , Wochen ,Monate? Vielleicht sogar Jahre oder Jahrhunderte? Mir erschien es jedenfalls wie eine Ewigkeit bis ich etwas spürte das auch nur im entferntesten an die Kontrolle erinnerte die man normalerweise über seine Körperglieder verfügt. Es war ein Gefühl von Bewegung und winziger Erschütterungen,kribbelnde Wellen die eine vage wolkendartigen Präsenz meiner Selbst hinterliessen. Ich klammerte mich daran mit all meiner Willenskraft, zwang mich Stück für Stück vorwärtszukriechen um dieses Kribbeln wieder wahrzunehmen. In diesem Moment war dieses Kribbeln für mich mein ganzes Universum, der Beweiss das ich lebte, mehr war als nur ein körperloser Schatten. Eine andere Ewigkeit , ein anderes Äon, folgte in der, die Wahrnehmung meiner selbst zunahm es mir immer leichter fiel mich zu bewegen, vorwärtszugleiten und ich in eine beständige Bewegung verfiel, bis plötzlich...
*Ein winziger Augenblick in dem ich mich durch dickflüssiges Gele zwängte, Licht, Schmerz, einatmen ich war draussen.*
*Für einen winzigen Augenblick schien es als würde ich mich durch eine Art dickflüssiges Gele zwängen , dann ganz unerwartet blendete ein heller Lichtstrahl meine Augen und ich musste einatmen.Ich war draussen.
Es war als hätte ich nackt im Schnee gelegen und man hätte mich unversehens in ein kochendheisses Bad geworfen. Das Licht war unheimlich grell und die Geräusche erschienen mir ohrenbetäubend,doch ich war glücklich endlich wieder meinen Körper zu spüren.
Ich verbrachte ein paar minuten damit tief ein und auszuatmen und mich langsam wieder an die überwältigenden Sinneswahrnehmungen zu gewöhnen, bis ich mich schliesslich genug beruhigt hatte um mir allmählich wieder sinnvolle Gedanken zu machen. Was zum Henker ging hier vor und wo war ich ? Der Gesang der Vögel
war anders als ich ihn kannte ebenso wie der Geruch und irgendwie, wo immer ich auch war, es fühlte sich einfach "anders" an. Ich erinnerte mich an da Gefühl von Bewegung, war ich wirklich gereist und wenn ja auf welche Weise und wodurch?So sehr ich auch grübelte gelang es mir nicht eine Antwort auf diese Fragen zu finden,
und so musste ich schliessllich seufzend eingestehen das es mich nicht weiterbringen würde mir noch mehr Gedanken zu machen. Ich beschloss das es an der Zeit wäre
mich umzusehen um zumindest die Frage nach dem wo zu klären. Ich blinzelte ein paarmal und hob schliesslich schwach/mühselig eine Hand vor die Augen um die Sonne abzuschirmen. Also gut dachte ich nahm all meine Willenskraft zusammen und setzte mich auf gegen das bleinerne Gewicht meines Oberkörpers ankämpfend.
"Wer bist du?"
Vor Überraschung tat Mein Herz einen gewaltigen Sprung und mein Kopf vergass für den Bruchteil einer Sekunde das er sich eigentlich schwer anfühlen sollte , ruckte
einmal hin und her auf der Suche nach dem Fragesteller um schliesslich an einem humanoid wirkenden Umriss hängenzubleiben.
Nur wenige Meter von mir mir entfernt sass er in der Hocke,ein Mensch in einen dunkelbraunem Umhang gekleidet und einem gleichfarbigen Spitzhut mit breiter Krempe auf dem Kopf, auf einem Holzstab gestützt der mit zahlreichen verschlungenen Ornamenten geschmückt war. Sein Blick war starr auf mich gerichtet hellgrüne Augen blickten mich mit einer Intensität an die einem Falken alle Ehre gemacht hätten, über ihnen thronten dünne scharf geschnittene Augenbrauen ,insgesamt war das Gesicht schmal aber markant eingerahmt von glatten schwarzen Haaren deren Spitzen die Schulter berührten.
"Wer bist du?" ertönte es erneut, wobei mir zu meiner Verblüffung auffiel das mein gegenüber seine Lippen nicht bewegte. Nachdem ich noch einige Sekunden verdutzt in der Gegend rumgestanden hatte fing ich schliesslich mich genug um meinen Namen herauszustottern:" Kivokin, mein Name ist Kivokin."
Windro betrachte den mysteriöse Fremden, der aus der Wurzel von Ashanita des Lebensbaumes gekommen war. Der Fremde war sehr klein ,vielleicht halb so gross wie ein mittelgrosser Mensch mit recht dürrem Körper, Armen und Beinen wodurch der Kopf im Verhältnis recht gross wirkte obwohl er von der gleichen Grösse war wie bei einem Menschen. Wahrscheinlich eine Art Von Gnom dachte Windro. Das Gesicht war feingeschnitten mit grossen Augen wie die Züge eines Elfen, aber die Ohren sahen aus wie die von Eichhörnchen mit weniger Fell und auch Finger und Füsse waren länglich und endeten in hakenartigen Krallen wie bei einem Eichhörnchen.
Doch es war nicht das Aussehen des Unbekannten das beunruhigend war; sondern die Art und Weise wie er hier eingetroffen war.
"Reisen durch die Äste von Ashanita" das Wissen darum war Bestandteil alter Überlieferungen und es schien das nur in Legenden glorifizerte Magier dazu aus eigener Kraft fähig schienen. Was hiess das sich entweder jemand die Mühe gemacht hatte den Unbekannten auf eine Reise ohne Rückfahrticket zu schicken oder das er ein unvorstellbar mächtiger Magier war.In beiden Fällen taten sich einige Möglichkeiten auf die entweder für den Fremden oder für den Bund von Mendos beunruhigend waren,ein flüchtiger Verbrecher, jemand der verbannt wurde aus seiner Welt, jemand der von einem weit entfernten Ort innerhalb dieser Welt gekommen war um Hilfe zu rufen oder vielleicht jemand der der Vernichtung seiner Heimat zu entgehen versuchte? Nun das waren die schlimmsten Szenarien, vorerst erweckte der Fremde nicht den Eindruck gefährlich zu sein und wies nicht die übliche "Aura" auf die einen Magier in allgemeinen umgab, es galt also anzuwarten und zu sehen was geschehen würde.
"Warum bist du hier?"wieder ertönte es auf mysteriöse Weise in Kivokin

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